|
Der Meister ist „tot“, es lebe der Meister ! Der heißt nun nicht mehr Saure Sahne, sondern gleich mehrere Monate lang die Wahren Gepflegten. Wegen der etwas längeren Sommerpause dürfen sich die neuen Champions um einiges länger an ihrem Triumpf erfreuen. Den haben sie sich mit 7 Siegen auch redlich verdient, denn das war doch um einiges mehr als der Großteil der anderen Clubs zu bieten hatte. So lief am Ende alles nur noch auf das Duell mit der Hoch und Tief GbR hinaus. Den direkten Vergleich mit dem letztjährigen Tabellendritten haben sie zwar mit 42-49 verloren, und der Tabellenzweite hatte auch mehr Tipp-Punkte auf dem Konto, doch die Wahrheit des Platzes war dann doch zugunsten der Gepflegten ausgefallen. Die hatten nämlich einfach den einen Sieg mehr auf dem Konto, der sie nun zu etwas besonderem macht. Zum zweiten Mal in ihrer Karriere stehen sie nun auf Platz 1 der 1.Liga und lassen sich jetzt sicher gebührend feiern und in ihre großen Dankesreden werden sicher auch jene drei Clubs ganz besonders eingeschlossen die diesmal im direkten Duell die wenigsten Tipp-Punkte des Tages produzierten. Zuletzt waren das ja überhaupt nicht teuflisch gute Pfälzer. Trotzdem hätte Martin Leithäuser mit seiner Truppe noch auf den Thron springen können. Mit einem Sieg gegen den TC Felix Austria wäre das praktisch ein leichtes gewesen, denn nach Tipp-Punkten waren sie ja klar voraus. Dumm nur, dass sie dann gegen einen Abstiegskandidaten alle Trümpfe aus der Hand gaben. Eindeutig selbst Schuld kann man da nur sagen. Bereits frühzeitig die Flinte ins Korn geworfen ha-ben die anderen Teams wie etwa Torpedo Münden, die nach 8 Spieltagen noch in akuter Ab-stiegsgefahr schwebten, und nun nach dem letzten Schlusspfiff plötzlich sogar auf dem Siegertreppchen stehen. Wie kann denn sowas passieren. Tja, ganz einfach, man braucht sich ja bloß die hauchdünnen Abstände zwischen den nachfolgenden Teams anschauen. Da hatte dann auch die Saure Sahne nur noch die Gewissheit jetzt ein Ex-Meister zu sein. Die Titelverteidigung war nur zu Saisonanfang mal ein Thema, doch am Ende stürzten die Bochumer ins Mittelmaß ab. Immerhin stand dabei aber nie der Klassenerhalt auf dem Spiel, was für Bochumer Verhältnisse ja auch schon ein Erfolg ist. Platz 4 ist doch wirklich o.k., oder ? Ein paar Tipp-Pünktchen dahinter ist Jörg Varnholt sicher nicht ganz so zufrieden mit seiner Lage. Sicher hätte er sich für sein Vorwärts Team etwas mehr Power gewünscht und damit natürlich auch ein paar Siege mehr. Jetzt wurde es also wieder nix mit dem Durchbruch an die Tabellenspitze und das lag sicher nicht nur daran, dass er die letzten beiden Spiele nur mit einem einzigen Punkt abschließen konnte. Etwas unter seinen Möglichkeiten blieb Hartmut Gens, der nun mit ansehen musste, wie seine gepflegten Kumpels die Lorbeeren ernten, während er sich alleine vergebens um neue positive Schlagzeilen abmühte. Dabei erlebte er besonders in der zweiten Saisonhälfte ein paar völlig unnötige Niederlagen, die erst mit einem 49-41 gegen die Saure Sahne noch erträglich blieben. Erstligarückkehrer Reinhard Obst durfte sich über Platz 7 freuen, was angesichts der eher dürftigen Tipp-leistungen schon ein sehr schöner Erfolg war. Eigentlich hätte es ihn ja erwischen müssen, doch die 2.Liga muss eine weitere Spielzeit ohne ihn auskommen und das findet Reinhard einfach nur gut. Ein eher gequältes Lächeln dürfte es da beim TC Felix Austria geben, denn der konnte erst am allerletzten Spieltag sein Ticket für die nächste Erstligasaison sichern. Das er damit einem möglichen Meister seinen Titel raubte tut ihm natürlich furchtbar Leid, aber auf sowas kann man nicht immer Rücksicht nehmen, denn dem TC Felix Austria ist es schon bedeutend lieber, dass jetzt Piano 64 und die roten Teufel Berschweiler den schweren Gang in die Tiefe antreten müssen. Beide haben sich in den letzten Wochen nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert, wobei die Leistungen der Pfälzer natürlich sehr unschön heraus stechen. 27 Punkte aus 2 Spieltagen, das sind wahr-lich abstiegswürdige Leistungen, die nun ihren Tribut forderten.
|