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Ohne Fehl und Tadel waren die Leistungen der Sackratten, die sich im Jahr 2008 noch immer keine Blöße gaben und alle 9 Spiele einfach mal so gewinnen konnten. Da war zwar ab und an auch mal eine große Portion Glück drin, aber bis auf den hauchdünnen 14-13 Erfolg gegen die Schalker Racoons ging´s meist recht eindeutig zu. Kein Wunder, denn mit fast 400 Tipp-Punkten hatten sie auch jede Menge Argumente die für einen großen Erfolg sprachen. Die Mischung war mit dem besten Sturm und der besten Abwehr jedenfalls absolut perfekt und das musste auch die Konkurrenz diesmal neidlos anerkennen. Ausserdem waren die Sackratten sogar so gut, dass auch der lupenreine Start-Ziel-Sieg fast schon eine Ehrensache war. Es gab also praktisch keine positive Meldung die nicht auf den Meister zutraf. Jetzt wollen die Fans natürlich eine Fortsetzung der Serie sehen und das wird von Spieltag zu Spieltag immer schwieriger. Die Vierhöfener machen sich aber auch hier keinen Kopf und können auch mal Gönnen, wenn´s den unbedingt sein muss. Der Werderclan hat sich selbst nicht nur 384 Tipp-Punkte, sondern dazu auch einen neuen Vereinsrekord gegönnt. Zum ersten Mal überhaupt stiegen sie in drei der letzten 4 Spielzeiten auf und sind damit nach rund 5 Jahren mal wieder in einer einstelligen Liga angekommen. Jubel, Trubel, Heiterkeit am Weserstrand ? Wohl nur bedingt, denn rein tipptechnisch ist die Welt im Norden zwar in Ordnung, doch der Kampf ums runde Leder hat ja auch seine andere Seite und da ist die Wahrheit des Platzes für den SV Werder derzeit eine einzige Enttäuschung. Schön, wenn man sich als Fan dann mit einem eigenen Aufstieg trösten kann. Diesen Trost haben sie in Marklohe nicht, aber da lief, bzw. läuft es ja auch anders herum. Erst ein Punktelieferant, dann ein Seriensieger und dann ein Ende mit steifer Brise aus Nord. Nordkurve ist ja ganz toll, aber dann bitte schön beim eigenen Verein. Mit dem Club aus Hamburg hatten sie in Marklohe aber keine Freude, denn der gewann am letzten Spieltag mit 24-21 und das sogar unter erschwerten Bedingungen. Die haben aber weder für eine Niederlage gesorgt, noch haben sie den Aufstieg für die CarPortFahrer gesorgt, denn von der grün-weißen Konkurrenz kam leider nicht die erhoffte Schützenhilfe. Von daher war das mit den verpennten Tipps eben passiert, und nicht mehr zu ändern, aber auch kein wirklicher Beinbruch. Drei Clubs stehen jetzt mit 8-10 Punkten zu Buche und sie haben damit das Klassenziel wohl knapp verfehlt. Wenigstens eine positive Bilanz hätte es für Kalt-Autsch Heiß-Autsch Assel schon sein dürfen, aber davon träumen sie nun schon eine ganze Weile. Genau genommen ist es jetzt schon mehr als ein Jahr her, dass sie mal positiv überraschen konnten. Das kann der TC Bochum 90 sogar noch toppen, denn der wartet nun schon fast 2 Jahre auf eine gute Saisonbilanz. Auch diesmal hat es nicht sollen sein, was frühzeitig feststand, da die Bochumer mit ihrem 2-6 Punktestart die Zeichen auf Gegenwind setzten. Immerhin gab´s am Ende dann noch einen 6.Platz, der durchaus in Ordnung sein sollte. Noch ein 8-10er ist Beckis Bester, der mit seinen Tippleistungen eher sparsam Glanzlichter setzte. Im Grunde genommen war Stefan Beckedorf sogar reif für den Abstieg, aber soweit ließ er es dann doch nicht kommen. Auch Fünf ist Trünf schnupperte nur mal so an den Abstiegsplätzen und trat dann die Flucht nach vorne an. Aber was heißt hier Flucht nach vorne. Eigentlich wars die Flucht in die 11.Liga die aber nicht vom „Erfolg“ gekrönt war und das obwohl sie sich mit 6 Pleiten in Folge wirklich hartnäckig dafür einsetzten. Also ging die komplette Abstiegsfreude ins Lande der Knappen. Die hatten es noch am letzten Spieltag selbst in der Hand die Liga zu halten und hatten auch die passenden Gegner für ihren Klassenerhaltstraum. Wenn man dann aber nicht mal 14 oder 15 Punkte überbieten kann ist man mit dem Abstieg wohl noch gut bedient. Anscheinend wollen die Schalker einfach nichts geschenkt haben.
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